Freitag, 03.09.2010 19:30 | Prof.Dr. Thomas Metzinger •
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Unterwegs zu einem neuen Menschenbild: Von der Neuroethik zur Bewusstseinsethik
Der Vortrag wird sich mit normativen Aspekten der gegenwärtigen Situation befassen, nämlich mit den anthropologischen und ethischen Konsequenzen, die sich schon jetzt aus dem rasanten Erkenntnisfortschritt in den empirischen Mind Sciences - also in den den Neuro- und Kognitionswissenschaften - ergeben. Was ist die Rolle der akademischen Philosophie im Zeitalter der Hirnforschung? Wie begegnet man auf philosophischer, aber auch gesellschaftlichkultureller Ebene den massiven Veschiebungen in unserem eigenen Bild von uns selbst, was kann die Philosophie zur Minimierung psychosozialer Folgekosten und zu einer rationalen kulturellen Integration des neurowissenschaftlichen Erkenntnisfortschritts beitragen?
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Prof. Dr. Metzinger wird zeigen, dass dabei neue Probleme für die angewandte Ethik eine interessante Rolle spielen, insbesondere das vor kurzem entstandene Gebiet der „Neuroethik“. Aber auch um Konsequenzen in der Anthropologie, um die sozialen Folgen, die ein verändertes Menschenbild haben könnte, wird es gehen. Eine abschließende These wird sein, dass das, was wir letztlich brauchen, nicht nur eine angewandte Ethik für die Neurowissenschaften und die Neurotechnologie ist, sondern auch eine „Bewusstseinsethik“.
Vortragsdauer ca. 75 min., anschl. Diskussion
Der Referent:
Thomas Metzinger, * 1958 in Frankfurt am Main, lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Mainz, leitet dort den Arbeitsbereich Neuroethik und gilt weltweit als einer der profiliertesten Philosophen des Geistes. Er war von 2005 bis 2007 Präsident der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, ist seit Herbst 2009 Präsident der Association for the Scientific Study of Consciousness und war bis Sommer 2009 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Neben zahlreichen Fachaufsätzen und -büchern schreibt er regelmäßig Beiträge für Magazine (u. a. ZEIT Wissen, Gehirn & Geist) und Zeitungen. Sein erstes Buch für ein breites Publikum: „Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik“
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