Freitag, 07.05.2010 19:30 | Dr. Rainer Rosenzweig •
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Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Grenzen unserer Wahrnehmung
→ Ist, was wir wahrnehmen, wirklich immer wahr? → Wie die Welt in den Kopf kommt.
Ein Grundprinzip der Wahrnehmungsforschung lautet: Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess. Erfahrungen, Erwartungen und »Vor-Urteile« sind an diesem Prozess beteiligt. Somit bestimmt das, was wir über die Welt bereits wissen oder zu wissen glauben, unser Wahrnehmungsergebnis. Anhand verblüffender Wahrnehmungsphänomene wird demonstriert, wie Wahrnehmung funktioniert (und wie nicht), welche Leistungen unser Gehirn dabei tagtäglich – oft unwillkürlich – vollbringt und wo die Grenzen der Wahrnehmung liegen.
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Erst die Erkenntnis scheinbarer »Fehlfunktionen« unserer Wahrnehmung ermöglicht eine sinnvolle Einordnung und Deutung von Erfahrungen, die wir »am eigenen Leib« erlebt haben, und deren Relevanz für die Bildung unseres Weltbildes. Daher das Motto: »Eine der bedeutendsten Erfahrungen im Leben eines Menschen ist das Erlebnis, dass wir uns täuschen können.« Und seit einigen Jahren müssen wir miterleben: »Fundamentalisten sind Menschen, denen diese Erfahrung fehlt.«
Vortragsdauer ca. 75 min., anschl. Diskussion
Der Referent:
Dr. Rainer Rosenzweig ist Wahrnehmungspsychologe und Geschäftsführer des Nürnberger Hands-on-Museums turmdersinne (http://www.turmdersinne.de/). Nach Abschluss des Mathematikstudiums beschäftigte sich Rainer Rosenzweig zunehmend mit Phänomenen der Wahrnehmungspsychologie, vor allem mit der Psychophysik des Sehens, worin er – nach zweieinhalbjähriger Forschungstätigkeit am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen – im März 2003 an der Universität Würzburg zum Dr. rer. nat. promovierte. Seit 2002 ist er Geschäftsführer der gemeinnützigen turmdersinne GmbH. Beruflich ist er am Bayerisch-Kalifornischen Hochschulzentrum an der Universität Erlangen-Nürnberg als Wissenschaftsmanager tätig. (Internet: http://www.rainerrosenzweig.de/). |